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5 Regeln für das perfekte „Shelfie“

Wenn es in der Interior-Szene ein Pendant zum Selfie in der Modeszene gibt, dann ist es definitiv das Shelfie – das Abbild eines perfekt inszenierten Wandregals. Wer denkt, ein Regal ist mal eben so gefüllt und optisch ein echtes Highlight, der irrt. Denn um ein perfektes Shelfie zu schießen, gilt es einige Regeln zu beachten. Jetzt, wo ich so langsam in meiner neuen Wohnung angekommen bin, war das mein erstes kleines Deko-Projekt, von dem ich euch erzählen und ein paar Tipps und Regeln verraten möchte.

Regel 1: Überlegt euch eine Buch-Logik

Was in ein Regal kommt? Na klar, Bücher! Aber diese bitte nicht irgendwie einsortieren, sondern mit System. Ob nach Größe oder Farbe sortiert: überlegt euch eine sinnvolle Logik, nach der ihr eure Bücher in das Regal stellt, denn das sorgt für Ruhe und die Buchrücken können gleichzeitig einen tollen Hingucker bieten.

Ich habe mir bei meinem Arrangement das Motto „Ein schöner Rücken kann auch entzücken“ zu Nutze gemacht und mich dazu entschlossen, nur Bücher mit weißen, rosa- oder mint-farbenen Buchrücken ins Regal zu stellen. So habe ich nicht nur meine aktuellen Lieblings-Interior-Bücher im Blick, sondern auch noch eine schöne Optik. Eine rosafarbene Dose und eine alte weiße Vintage Vase runden das Bild zusätzlich ab.

Regel 2: Setzt auf Material-Mix

Ein Regal voll mit Dingen aus nur einem Material wirkt schnell langweilig und erweckt den Eindruck, man sei in einem Shop und nicht in einem Wohnzimmer gelandet. Unterschiedliche Materialien sorgen für Spannung und Abwechslung im Regal und lassen es natürlich und authentisch wirken. Ein Mix aus synthetischen und natürlichen Materialien wirkt, wie ich finde, besonders gut.

Auf meinem Shelfie lassen sich Materialien wie Holz, Ton, Glas, Bast, Metall und Kunststoff finden.

Regel 3: Integriert Pflanzen

Regel Nummer 3 ist für mich die goldene und absolut wichtigste Regel, wenn es um das perfekte Shelfie geht. Denn ein Shelfie ohne Pflanzen ist wie ein Himmel ohne Sterne. Pflanzen verleihen dem Regal Lebendigkeit, lassen es im wahrsten Sinne des Wortes wachsen und dienen als wahre Eyecatcher. Pflanzen, die immer gehen: pflegeleichte Sukkulenten jeglicher Art!

Ich habe mich für zwei kleine Kakteen entschlossen, die sich in meinem hellen Wohnzimmer pudelwohl fühlen. Achtet immer darauf, dass die Pflanzen entsprechend ihrer Bedürfnisse genügend Licht tanken können. Integriert außerdem Hängepflanzen wie Efeu, Leuchterblumen oder Korallenkakteen, denn die sorgen für mehr Kompaktheit und einen Hauch Vintage-Flair.

Regel 4: Integriert einen Spiegel

Warum einen Spiegel immer nur an die Wand hängen? Denn er macht sich auch ideal im Shelfie! Hinter einer Pflanze drapiert, bietet er nicht nur eine extra Portion Licht, sondern sorgt gleichzeitig auch für mehr Tiefe. Und er erfüllt gleichzeitig auch einen Zweck als Handspiegel, wenn man auf die Schnelle keinen anderen parat hat.

Ich habe mich für einen kleinen messingfarbenen Spiegel von H&M Home im Stil der 50er-Jahre entschieden. Nachdem er im Schlafzimmer keinen Platz mehr fand, erfüllt er nun seinen Zweck im Wandregal im Wohnzimmer.

Regel 5: Erzählt Geschichten mit Typografie

Lasst euer Shelfie Geschichte erzählen! Ob in Form einer Lightbox, eines Posters oder in Form eines Buch-Covers: baut euch ein kleines Stillleben zu einem bestimmten Thema auf und positioniert die einzelnen Teile des Regals passend drum herum.

Auf meiner Lightbox steht der Spruch „Do not grow up girl“. Diesen Leitsatz sehe ich schon beim Frühstücken und er motiviert mich täglich aufs Neue dazu, die Dinge nicht ganz so ernst zu nehmen und das Leben nicht immer so erwachsen zu betrachten, denn das kann manchmal wirklich anstrengend sein. Passend zu diesem Satz findet man auf dem Regalbrett ein tolles Buchcover von Twiggy, dem berühmten Model und „Face of ’66“, zu der der Spruch „Do not grow up girl“ aber mal sowas von gut passt. Dazwischen steht noch meine kleine Lomo-Kamera, die als absolutes Sinnbild für Jugendlichkeit und Abenteuer steht. Schließlich zaubert sie die verrücktesten Motive und ist eine absolute „Spaßkamera“.

Habt ihr nun auch Lust bekommen, euer ganz eigenes Shelfie zu kreieren, dann nichts wie ran ans Regal! Meins habe ich übrigens nach gefühlt 1.639 Ikea-Besuchen Anfang 2015 gefunden. Zuerst gab es das Strang-inspirierte Wandregal nur in den skandinavischen Filialen und Anfang 2015 dann auch endlich in Deutschland und ich musste natürlich einfach zuschlagen! Nachdem ich es in meinem letzten WG-Zimmer aufgrund von Platzmangel nicht aufhängen konnte, bin ich nun überglücklich, dass es jetzt endlich einen so tollen hellen Platz in meiner ersten eigenen Wohnung gefunden hat.

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