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Der „Kikeriki-Kult“

Hahnentritt

Wer diese Saison fashion-technisch keinen Fehltritt riskieren will, setzt auf Hahnentritt – auch bekannt als Houndstooth Check oder Pied-de-Poule. Beim Gedanken an Hahnentritt-Muster kommen dem einen oder anderen sicher direkt Omas alten Wollröcke und biedere Blazer in den Sinn. Doch was auf den ersten Blick altbacken und wenig hip daherkommen mag, entpuppt sich mit der richtigen Kombi als echter Mode-Klassiker mit Statement-Charakter.

Wo hat das Hahnentritt-Muster seinen Ursprung?

Das karoähnliche Muster, das Pepita und Vichy sehr ähnelt, kommt ursprünglich aus Schottland und war ursprünglich gar nicht für Damenbekleidung vorgesehen. Doch das änderte sich im Jahr 1947, denn da brachte Designer Christian Dior das Kult-Muster nicht an den Mann, sondern endlich auch an die Frau. Mit dem sogenannten „New Look“ verbreitete sich Hahnentritt dann weltweit und war aus den Kleiderschränken der 50er- und 60er-Jahre gar nicht mehr wegzudenken. Selbst Sofas, Autositze und Sessel wurden mit dem damaligen Trendmuster bezogen.

Dennoch galt: Wer Hahnentritt trug, neigte ein wenig zu Nostalgie. Schließlich erinnerte der Stoff an das Wirtschaftswunder. Attribute, mit denen man Hahnentritt verband, waren Exzentrik, Stärke, aber auch Tradition, Bodenständigkeit und Verlässlichkeit. So richtig rocken konnte man(n) oder frau mit dem Muster erst in den 80er Jahren, in denen das Muster ein echtes Revival erlebte und experimentierfreudig getragen wurde.

Meine Hahnentritt-Highlights in dieser Saison

  1. Prada
  2. Hugo Boss
  3. Prada
  4. Burberry
  5. No Name
  6. Esprit
  7. Elata

Ob auf Accessoires wie Sonnenbrillen und Schals, als Detail auf Boots oder großflächig auf einem Coat – Hahnentritt sehen wir heute auf allen Pieces und in allen Farben! Besonders schön finde ich in der aktuellen Saison die Farbkombi mit Gelb, weshalb die Prada-Jacke und der Esprit-Rock zu meinen absoluten Favoriten zählen. Das erinnert ein wenig an die Herbstsonne und gelb-gefärbtes Laub und verleiht einen leichten Preppy-Touch. Dazu aber am besten nur Schwarz oder Weiß kombinieren, sonst wirkt der Look zu überladen.

Sportlich statt spießig. Basic statt bieder.

Und wer meint, da kräht heute kein Hahn mehr nach, der irrt. Denn mittlerweile erlebt Hahnentritt auch in 2017/18 wieder eine echte Renaissance. Wir kombinieren das karoähnliche Muster mit sportlichen Basic-Tees, weißen Sneakern und derben Boots. Absolutes No-Go? Andere wilde Muster! Hahnentritt ist ein wahrer Einzelgänger und verträgt sich nur selten gut mit floralen Prints, Polka-Dots oder maritimen Streifen. Stattdessen setzen wir auf einfache Mom-Jeans zum Hahnentritt-Coat statt zum Nadelstreifen-Bleistiftrock und während wir unsere elegante Hahnentritt-Culotte tragen, werfen wir uns unsere schwarze Lederjacke lässig über. Alles, was alles andere als spießig daherkommt, ist schließlich als Fashion-Partner erlaubt. Meine Lieblingsstyles des Herbsts seht ihr hier…

 

 

 

 

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